Immobilienentwicklung

 

Es gibt Situationen, in denen auch bei Gewerbeimmobilien ein tief greifender Wandel angesagt ist.


Die systematische Immobilienentwicklung, wie sie von uns praktiziert wird, beginnt mit einer ausführlichen Grundlagenermittlung und der Definition konkreter Entwicklungsziele durch die Auftraggeber. Wir müssen schließlich wissen, von wo aus wir starten und wo wir am Ende ankommen wollen. Dazwischen bewegen wir uns zwangsläufig auf den unterschiedlichsten fachlichen Ebenen.

Die Entwicklung von Gewerbeimmobilien berührt äußerst komplexe bauliche, funktionale, rechtliche und nicht zuletzt wirtschaftliche Aspekte, die wiederum eng miteinander verflochten sind. Gleichzeitig gibt es eine Fülle praktischer organisatorischer Aufgaben, die solide geplant, terminiert und durchgeführt werden müssen.

Eine solch komplexe Aufgabenstellung ist nicht im Alleingang zu bewältigen. Deshalb haben wir im Laufe der Jahre ein professionelles Netzwerk mit kompetenten Partnern aus den relevanten Fachbereichen aufgebaut.

  • Ausführliche Grundlagenermittlung
  • Zieldefinition
  • Beschreibung von Nutzungsperspektiven
  • Plausibilitätsprüfung
  • Finanzierungsberatung
  • Kompetente Beratung bei Entscheidungen
  • Maßnahmenkonzept
  • Umsetzung


Büro- und Gewerbepark BuG in Eningen

 



Das ehemalige Wandel & Goltermann-Areal liegt an prominenter Stelle am Eingang zum Gewerbegebiet „Arbachtal“ in Eningen. Das Traditionsunternehmen Wandel & Goldermann wurde später von von der Hightech-Firma Acterna übernommen, die wiederum nach einigen Jahren in dem amerikanischen Konzern JDSU aufging. Das Unternehmen führt damit eine lange Standorttradition fort, benötigte jedoch nur noch einen Teil der insgesamt 4,33 ha umfassenden Grundstücke für eigene Zwecke. Deshalb wurden wir von JDSU mit der Projektentwicklung für den Standort beauftragt.

Ziel der Projektentwicklung war es, eine funktional und wirtschaftlich zukunftsweisende Perspektive für das gesamte Areal zu entwickeln und umzusetzen. Im Jahr 2009 wurde das Gebäude Arbachtalstraße 6 an lokale Investoren und im Jahr 2010 das benachbarte freie Grundstück an die Vallon GmbH aus Eningen für ihr neues Firmengebäude veräußert.

Ende 2011 übernahmen dann insgesamt vier Objektgesellschaften das gesamte Areal, die eigens zu diesem Zweck gegründet und von uns koordiniert werden. Dieses Eigentumsmodell wurde gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt, um den Handlungsspielraum für eine tragfähige Entwicklung zu vergrößern und die Entscheidungswege effektiver zu gestalten.

Die Firma JDSU bleibt weiterhin als größter Mieter auf dem Gelände. Dieser langfristige Mietvertrag und die damit verbundenen Investitionen bildeten wesentliche Voraussetzungen, die den Erwerb durch Objektgesellschaften möglich machten.

Dass der Knoten inzwischen geplatzt ist, zeigen mehrere Neuvermietungen. So bezog beispielsweise die Voestalpine Group IT ihre neuen, ca. 420 m² umfassenden Räume im Gebäude 7. Das für den Voestalpine-Konzern als Inhouse-Service-Provider arbeitende IT-Unternehmen war bisher in Dettingen/Erms ansässig, musste dort jedoch dem Wachstum anderer Unternehmensabteilungen weichen. Ein Umzug nach Eningen war dabei nicht nur räumlich naheliegend, die leistungsfähige IT-Ausstattung des Gewerbeparks stellte darüber hinaus einen zusätzlichen Attraktivitätsfaktor dar.

Außerdem zog ein weiterer Mieter ein, von dessen Präsenz alle Firmen im Gewerbepark profitieren werden. Der Gebäude-Dienstleister Tadic hat im Gebäude 7 über 600 qm Fläche angemietet. Das Unternehmen ist mit dem Gebäudeservice für das Areal beauftragt, kümmert sich also zum Beispiel um kleinere Reparaturen, die Reinigung und den Winterdienst und sorgt so für eine sichere und repräsentative Arbeitsumgebung. Da kann es nur von Vorteil sein, dass der Tadic Gebäudeservice seinen Sitz direkt vor Ort hat.

Inzwischen haben auch eine Abteilung der Reiff-Gruppe und die RVM Versicherungsmakler umfangreiche Büroflächen Im Gebäude 7 bezogen. Nachdem weitere Flächen an das Schülerforschungszentrum übergeben wurden, war der Funktionswandel am ehemaligen Wandel & Goltermann-Standort abgeschlossen, Was bleibt sind notwendige Gebäudeaufwertungen und Modernisierungen.



Greiner-Areal, Nürtingen

 

Greiner-Areal, Nürtingen
Als der Kolonialwarenhändler Carl Albert Greiner am 7. September 1868 in Nürtingen seine ersten Kunden bediente, legte er den Grundstein für ein Familienunternehmen, das heute mit mehr als 7.000 Mitarbeitern über eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr erwirtschaftet. Zwar wird die Greiner Holding AG längst von Kremsmünster in Österreich aus geleitet, doch auch am Nürtinger Stammsitz wird noch produziert.

Das Areal hat den typischen Charakter eines gewachsenen historischen Industriestandortes. Gebäude unterschiedlicher Baujahre sind funktional verflochten und setzen einer zeitgemäßen Entwicklung enge Grenzen. Um für den Standort eine tragfähige Nutzungsperspektive zu entwerfen, wurden wir mit der Neuordnung des Areals beauftragt.

Nach einer sorgfältigen Grundlagenermittlung konnten erste Maßnahmen zur Flächenoptimierung eingeleitet werden, die schnell Ergebnisse brachten und zu verschiedenen Neuvermietungen führten. Das Konzept sieht eine abgestimmte Nutzungsmischung vor, die für nachhaltig stabile Verhältnisse am Standort sorgt. Mehrere Betriebe bezogen inzwischen das Areal, nachdem zuvor die Gebäude dem Bedarf entsprechend renoviert worden waren. Zum Beispiel hat das Jobcenter ein Gebäude nach umfassender Sanierung angemietet, und auch der Kunstverein Nürtingen hat auf dem Areal geeignete Räume gefunden.

Bauwerk-Areal in Bodelshausen

 

Foto des Bauwerk-Areals in Bodelshausen
Ende Juli 2003 hat die Bauwerk Parkett GmbH ihren Produktionsbetrieb in Bodelshausen eingestellt. Die bisherigen Firmengebäude und das dazu gehörige Gelände wurden bis auf ein Bürohaus und Lager nicht mehr benötigt. Ziel des Unternehmens war es, das gesamte Areal zu verkaufen.

Wir wurden beauftragt, den Verkauf zu realisieren. Die Größe und lokale Bedeutung des Objektes, seine derzeitige Bebauung, die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und weitere Aspekte wie beispielsweise mögliche politische Auswirkungen erforderten eine genaue Prüfung der Ausgangssituation und eine differenzierte Projektstrategie.

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Bodelshausen wurde ein Orientierungskonzept erstellt und darauf aufbauend das Nutzungskonzept erarbeitet. Auf dieser Grundlage entwickelten wir gemeinsam mit der Gemeinde, den unmittelbaren Nachbarn, vorhandenen Nutzern und die Firma Bauwerk eine neue Perspektive für das Areal. Zeitweise wurde auch das Institut für Stadt- und Regionalenwicklung an der Fachhochschule Nürtingen eingeschaltet.

Nur wenig später konnte das Ergebnis bereits fixiert werden. Über 8.000 m² des Firmengeländes erwarben benachbarte Unternehmen, um sich Expansionsflächen zu sichern. Der Energieerzeuger Holz & Energie, der auf dem Gelände Strom und Wärme produziert, übernahm ein etwa 15.600 m² großes Stück. Auf nahezu 33.000 m²

summieren sich die Grundstücke, die in das Eigentum der Gemeinde übergingen. Sie sollen in den nächsten Monaten und Jahren nach und nach an geeignete Firmen verkauft werden. Bei der Firma Bauwerk verblieben zunächst 7.000 m², die für das eigene Vertriebszentrum genutzt oder an andere Firmen vermietet wurden.

Im Februar 2011 wurden dann auch die restlichen Flächen an die Firma MarcCain verkauft. Damit konnten wir die Projektentwicklung erfolgreich abschließen.

Unser Entwicklungsansatz war nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern weckte auch die Aufmerksamkeit der Forschungsgruppe Stadt+Umwelt Ludwigsburg. In ihrer Untersuchung des „Gewerbeflächenmanagements im ländlichen Raum“ hob sie die Vorgehensweise als besonders beispielhaft hervor: "Diese komplexe Organisation eines Nutzungskonzepts erfordert hohe Professionalität in der Bestandsaufnahme, in der Losbildung und in der anschließenden Vermarktung."

Krämer Areal, Metzingen

 

Das Krämer-Areal vor der Umwandlung
Schon seit 1938 hatte die Krämer GmbH ihren Standort im Metzinger Norden. Da die Entwicklung an dieser Stelle an ihre Grenzen stieß, entschloss sich das Unternehmen, einen Teil der Produktion ins Gewerbegebiet Längenfeld zu verlagern. Perspektivisch sollte die gesamte Firma am neuen Standort konzentriert werden.

Wir wurden mit dem Projektmanagement dieses Standortwechsels beauftragt. Dabei ging es vor allem darum, tragfähige Nutzungsperspektiven für das bisherige Firmenareal an der Heinrich-Heine-Straße und dem Hans-Sachs-Weg zu entwickeln und zu realisieren. Im Umfeld des insgesamt über 6.600 m² großen Gebietes hatte über die Jahre ein Nutzungswandel eingesetzt: Die Nachbarschaft bestand inzwischen zum größten Teil aus Wohnbebauung. Damit waren Nutzungskonflikte vorprogrammiert.

Unser Konzept sah vor, auch einen wesentlichen Teil des Krämer-Areals für Wohnbebauung zu öffnen und den Rest weiterhin für verträgliche Gewerbebetriebe zu reservieren. Ende 2008 wurde das

bisherige Bürogebäude an die Diakonie-Sozialstation Metzingenverkauft. Gleichzeitig wurde die Planung von sechs Reihenhäusern und vier Doppelhaushälften am Hans-Sachs-Weg voran getrieben. Diese wurden inzwischen gebaut und verkauft. Dazu kam ein Mehrfamilienhaus am Hans-Sachs-Weg.

Die Krämer GmbH wird ihre Holzleitern-Produkton zunächst noch am bisherigen Standort belassen.

Zurück


Gedruckt: 20.08.2019 | www.fiedlergewerbeimmo.de | Telefon 07121 2686-50
© 2019 Fiedler Gewerbeimmobilien GmbH . Gerhard Kindler-Straße 6 . 72770 Reutlingen